Neue Gefechte fordern 18 Tote

7. Jänner 2002, 16:03
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Massaker an Zivilisten

Neu Delhi - In Kaschmir sind bei Gefechten an der Grenze, einem Massaker an Zivilisten und einer Polizeiaktion gegen mutmaßliche Rebellen 18 Menschen getötet worden. An der Grenze in der Region Poonch beschossen indische und pakistanische Truppen einander am Montag wieder mit Artillerie. Nach indischen Angaben kamen dabei fünf Pakistaner ums Leben. Das berichtete die indische Presse-Agentur UNI.

Im Distrikt Doda im indischen Teil Kaschmirs überfielen mutmaßliche Moslemrebellen das Dorf Sonwah und erschossen in der Nacht zum Montag sechs Menschen. Zwei der Opfer gehörten zur Bürgerwehr des Dorfes. Zwölf Menschen wurden verwundet und fünf Häuser zerstört.

Die Polizei erschoss am Montag nach eigenen Angaben nahe der Grenze sieben mutmaßliche Mitglieder der extremistischen Moslemgruppe Jaish-e-Mohammed. Sie hat ihr Hauptquartier in Pakistan. Indien macht die Gruppe für den Terroranschlag auf das Parlament in Neu Delhi im Dezember verantwortlich. (APA/dpa)

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    foto: tauseef mustafa/epa
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