Bank Austria Favorit bei slowenischer NKBM-Bank

7. Jänner 2002, 16:41
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Auch Kauf der bulgarischen Biochim Bank wird geprüft

Laibach - Die Bank Austria hat die besten Chancen auf eine Übernahme der Marburger Kreditbank (NKBM) im slowenischen Marburg/Maribor. Das schreibt die slowenische Wirtschaftstageszeitung "Finance" in ihrer Ausgabe vom Montag. Sie biete das 2,8-Fache des buchhalterischen Werts der Bank, während die beiden Mitbewerber, die italienische UniCredito und die slowenische Aktiva, weniger zu bezahlen bereit sind. Die Entscheidung über den Verkauf der NKBM soll noch im Jänner fallen.

Laut "Finance" soll sich die Erste Bank, die 34 Prozent an der größten slowenischen Bank Nova Ljubljanska Banka (NLB) kaufen wollte, nicht mehr um das Institut bemühen. Laut "Finance" gebe es in letzter Zeit in Slowenien eine in wirtschaftlichen und politischen Kreisen Sloweniens "eine starke Abneigung gegen den Verkauf der Banken und anderen Schlüsselunternehmen des Landes an Ausländer".

Kauf der bulgarischen Biochim Bank wird geprüft

Auch ein Einstieg bei der zum Verkauf stehenden bulgarischen Biochim Bank soll nach Angaben einer Sprecherin der Bank Austria geprüft werden. Bislang sei jedoch noch keine offizielle Einladung dazu eingangen, hieß es aus dem Haus. Neben der Bank Austria gelten die Societe Generale, die russische Roseximbank sowie die bulgarischen Institute Hebros Bank und Bulbank als potenzielle Interessenten.

Die 1995 aus der Fusion der damals drei größten Banken des Landes entstandene Biochim Bank wies im ersten Halbjahr 2001 eine Bilanzsumme von rund 600 Mill. Lewa (307 Mill. Euro/4,23 Mrd. S) aus. Beschäftigt werden rund 2.000 Mitarbeiter. (APA)

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