"Weil Bischöfe Kondome verbieten, müssen Menschen sterben"

7. Jänner 2002, 16:31
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Heftiger Protest gegen Kondomwerbung - Aussagen seien "falsch und irreführend"

Eine Kondomwerbung an Washingtons U-Bahnen und Bushaltestellen wird von der katholischen Erzdiözese scharf kritisiert. Das berichtete die Kathpress. Slogans wie "Weil Bischöfe Kondome verbieten, müssen Menschen sterben" entsprächen einfach nicht der Wahrheit, erklärte die diözesane Pressereferentin Susan Gibbs nach einer Meldung der "Washington Post" vom Montag. Derartige Aussagen seien "falsch und irreführend", so Gibbs.

"Katholische Gläubige sind in Sorge. Und unsere Bischöfe?"

Zwar sei es richtig, dass die katholische Kirche gegen den Gebrauch von Kondomen sei. Aber kein Bischof könne im säkularen Bereich den Verkauf von Kondomen verhindern, so Gibbs.

Die Werbung ist an U-Bahn- und Bushaltestellen zu sehen. Ein weiterer Slogan lautet: "Katholische Gläubige sind in Sorge. Und unsere Bischöfe?" Die von der Organisation "Catholics for Choice" gesponserte Kampagne setzt sich unter anderem für die kostenlose Verteilung von Präservativen an Jugendliche ein. Die Werbekampagne soll nach Angaben der Organisation auch in anderen Ländern wie etwa Belgien, Kenia, Zimbabwe, Chile, Bolivien und Mexiko laufen. (APA)

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