Kaltblütige Mischung aus poetischer Sprachkraft und medienbewusster Welthaltigkeit

7. Jänner 2002, 14:01
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Juli Zeh erhält Rauriser Literaturpreis 2002

Salzburg - Für ihren Erstlingsroman "Adler und Engel" soll die deutsche Autorin Juli Zeh den mit rund 7.300 Euro (100.000 Schilling) dotierten Rauriser Literaturpreis 2002 erhalten. Überreicht werde der Preis voraussichtlich am 3. April bei der Eröffnung der Literaturtage in Rauris, kündigte Kulturlandesrat Othmar Raus (S) heute, Montag, in einer Aussendung an.

Originell, avantgardistisch, fulminant erzählt

Die 27-jährige Juli Zeh hat Anfang 2001 ihren Magister im Aufbaustudium Internationales Recht und Europarecht gemacht und fast zur gleichen Zeit ihrem Debütroman "Adler und Engel" den letzten Schliff gegeben. Die dreiköpfige Jury habe ihre Entscheidung mit der "originellen Art und Weise" der Autorin, "avantgardistische und ästhetische Ebenen miteinander zu verbinden" begründet. "Dieser fulminant erzählte Roman, der im Aufbau überzeugt und mit seinem Tempo den Leser fesselt, zeigt eine kaltblütige Mischung aus poetischer Sprachkraft und medienbewusster Welthaltigkeit das Milieu der Kriegskriminalität in Ex-Jugoslawien", so die Jury.

Der Rauriser Förderungspreis 2002, der mit rund 3.600 Euro (50.000 Schilling) dotiert ist, soll zu gleichen Teilen an Roland Grünbart, Dirk Ofner und Kurt Rebol gehen. (APA)

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