Neue Chips im schnellen Takt

7. Jänner 2002, 19:24
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Intel und AMD kommen fast gleichzeitig mit neuen Prozessoren auf den Markt

Wien/Santa Clara - Fast gleichzeitig werfen die beiden führenden Prozessorenhersteller Intel und AMD neue, höher getaktete Chips für Personal Computer auf den Markt. Weltmarktführer Intel stellte Anfang der Woche den leistungsstärksten Pentium 4 mit 2,2 Gigahertz beziehungsweise 2,2 Milliarden Rechenzyklen pro Sekunde vor. AMD wartete ebenfalls Anfang dieser Woche mit dem neuen Athlon XP 2000+ auf, der mit 1,67 GHz läuft.

Flaggschiff

Mit den beiden neuen Flaggschiffen der Chiphersteller dürfte das Match um die Rechnerschnelligkeit für heuer eröffnet worden sein. Längst gilt dabei die Taktfrequenz, die die Geschwindigkeit eines Prozessors angibt, nicht mehr als ausschließlicher Parameter. Trotzdem AMD die Zwei-Gigahertz-Grenze noch nicht erreicht hat, erweisen sich die Geschwindigkeitsunterschiede bei Produktklassenvergleichen sehr oft als nur marginal.

Beim Pentium 4 wurde eine neue Fertigungstechnologie angewendet, die es erlaubte, den auf dem Chip befindlichen Speicher (den sogenannten Level Two Cache) zu vergrößern und die Gesamtgröße des Chips gleichzeitig um 30 Prozent zu reduzieren. Die dadurch entstehende Verkleinerung der Strukturen hat den Vorteil, dass sich der Chip schneller takten lässt, weniger Strom verbraucht und damit auch weniger Wärme produziert.

Produktionskosten sinken

AMD, dessen Prozessoren ohnehin schon eine Spur kleiner sind, will dieses so genannte 0,13-Mikrometer-Verfahren, das das bisherige 0,18-Mikrometer-Verfahren ablösen soll, im ersten Halbjahr 2002 einführen. Danach soll der Prozessor nur noch eine Fläche von 80 Quadratmillimetern benötigen. Und damit sinken auch die Produktionskosten.

Die neuen Chips sind so konzipiert, dass sie ausreichend Leistung für Anwendungen wie das Abspielen und Bearbeiten von digitaler Musik, Fotografie und Video zur Verfügung haben.

"Geräte wie DV-Camcorder und Digitalkameras können nur zusammen mit leistungsfähigen PCs voll ausgenutzt werden", sagte Louis Burns, Vice President und General Manager der Intel Desktop Products Group. (red, DER STANDARD, Printausgabe 8.1.2002)

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