Erfinder der "Schwarzwaldklinik" ist tot

7. Jänner 2002, 12:00
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Fernsehautor Herbert Lichtenfeld starb im Alter von 74 Jahren

Der Fernsehautor Herbert Lichtenfeld ist tot. Der Schöpfer von Fernsehserien wie "Schwarzwaldklinik" oder "Der Landarzt" starb bereits am 11. Dezember, wie seine Ehefrau Winnie Zürner am Montag in Hamburg bestätigte. Lichtenfeld wurde 74 Jahre alt.

Lichtenfeld schrieb 200 bis 300 Fernsehspiele und Serienfolgen

Der in Leipzig geborene Lichtenfeld begann seine Laufbahn als Zeitungsreporter und fing in den 60er Jahren mit der Arbeit als Autor für Hörfunk und Fernsehen an. In den 70er Jahren verfasste Lichtenfeld, der eigentlich Musik studiert hatte, viele Folgen für die ARD-Krimiserie "Tatort". Aus seiner Schreibmaschine stammen "Tatort"-Klassiker wie "Nachtfrost" von 1974 oder die berühmte Folge "Reifezeugnis" von 1976 mit Nastassia Kinski und Christian Quadflieg unter der Regie von Wolfgang Petersen. Insgesamt lieferte er die Drehbücher für 16 Folgen der Reihe.

"Schwarzwaldklinik", "Der Alte", "Der Landarzt"

Seinen wohl größten Erfolg feierte Lichtenfeld mit der ZDF-Krankenhausserie "Die Schwarzwaldklinik" mit Klausjürgen Wussow in der Hauptrolle. Zunächst sollte er nur die ersten Episoden schreiben. Sie fielen dann allerdings so überzeugend aus, dass er von Produzent Wolfgang Rademann den Auftrag für die Serie erhielt. Für das ZDF schrieb Lichtenfeld auch Folgen für die Krimireihe "Der Alte" und schuf die Serie "Der Landarzt".

Insgesamt verfasste Lichtenfeld nach eigenen Angaben 200 bis 300 Fernsehspiele oder Serienfolgen. Er wurde mehrfach mit Preisen ausgezeichnet, darunter 1971 mit dem Grimme-Preis für das Fernsehspiel "Deutschlandreise". (APA)

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