Libro: Weihnachtsgeschäft lief nach Plan

7. Jänner 2002, 15:42
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Verhandlungen über Amadeus-Verkauf laufen weiter - Hauptversammlung neuerlich verschoben

Wien - Das Weihnachtsgeschäft bei Libro lief laut Vorstandssprecher Werner Steinbauer "voll planmäßig". Die Quadratmeterumsätze lagen zwar leicht unter Vorjahresniveau, aber über Plan, so sein Vorstandskollege Gerhard Meierhofer. Gleichzeitig habe sich die Wirtschaftlichkeit verbessert: Die Personalkosten lägen um 7 Prozent unter dem Vorjahresniveau, die Margen um 4 Prozent höher. Um ein Viertel geringer war zu Weihnachten 2001 der Lagerbestand. "Eigentlich sind wir sehr zufrieden", sagte Meierhofer. Bis Februar sollen auch Quadratmeterumsätze wieder auf Vorjahresniveau liegen.

Amadeus-Verkauf: Verhandlungen gehen weiter

Weiter verhandelt wird um den Verkauf der Buchhandelskette Amadeus. Laut Steinbauer gibt es "mehrere Angebote", nähere Angaben machte er jedoch nicht. Für den Amadeus im Wiener City-Kaufhaus Steffl wurde der Mietvertrag um ein halbes Jahr verlängert. Ursprünglich war angenommen worden, dass die Filiale im Steffl zu Jahresende zusperrt. Hauptversammlung verschoben

Unterdessen wurde die ordentliche Hauptversammlung, die ursprünglich für November und dann für Ende Jänner angekündigt war, nun auf Ende März verschoben. Begründet wird die neuerliche Verschiebung mit dem noch nicht abgeschlossenen Aktientausch.

"Nach der von der Libro AG vertretenen Rechtsauffassung können die Aktionäre und die diesen zustehenden Stimmrechte erst nach Durchführung des Aktientausches mit Sicherheit bestimmt werden", teilte das Unternehmen in einer ad hoch Meldung mit. Damit werde eine Verschiebung auf einen Zeitpunkt nach Abschluss der kapitalmarkt-technischen Umsetzung der Kapitalherabsetzung erforderlich. Libro war im Juni 2001 insolvent geworden, der Ausgleich wurde im September angenommen.

Frist für Aktientausch läuft bis 22. Februar

Die Frist für den Aktientausch im Verhältnis 134 alte gegen eine neue Aktie läuft bis 22. Februar. "Mit der Verschiebung wollten wir verhindern, dass Beschlüsse einer früher angesetzten Hauptversammlung angefochten werden", sagte Libro-Vorstandssprecher Werner Steinbauer. Es habe rechtlich unterschiedliche Meinungen gegeben, der Vorstand wolle damit auf Nummer sicher gehen. "Wir waren vielleicht ein wenig vorlaut im Aktionäsbrief", räumt Steinbauer ein.

Prüfbericht steht noch aus

Ein autorisierter Entwurf für den Abschlussbericht der Sonderprüfung über eventuelle Schadenersatzforderungen gegen die früheren Libro-Vorstände liegt laut Steinbauer noch nicht vor. Dieser muss bei der ordentlichen Hauptversammlung beschlossen werden. (APA)

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