Israelische Armee will gekaperte Waffen selbst verwenden

7. Jänner 2002, 10:05
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Aufgebrachter Frachter soll Marine als Übungsschiff dienen

Jerusalem - Die israelische Armee will die auf dem gekaperten Frachter "Karine A" beschlagnahmten Waffen möglichwerweise in Zukunft selbst zum Einsatz bringen. Ein Teil der insgesamt 50 Tonnen Waffen werde von der Armee gelagert und könne zu gegebener Zeit verwendet werden, berichtete der israelische Rundfunk am Montag. Der Rest solle zerstört werden. Der Frachter solle der israelischen Marine als Übungsschiff dienen.

Nach einem Bericht der Tageszeitung "Yediot Aharonot" könnte ein Teil der Waffen weiter verkauft werden. Israelische Marinesoldaten hatten den Frachter am Donnerstag im Roten Meer gestoppt und in den Seehafen Eilat gebracht. Nach israelischen Angaben war die Waffenlieferung aus dem Iran für die Palästinenser bestimmt. Israelische Geheimdienstkreise haben den palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat persönlich für den Kauf der Waffen verantwortlich gemacht. Der israelische Generalstabschef Shaul Mofaz hatte erklärt, es gebe keinen Zweifel, dass die palästinensische Führung mit dem Waffenschmuggel zu tun habe. (APA)

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