Sierra Leone: Fünf UNO-Friedenssoldaten bei Explosion getötet

6. Jänner 2002, 21:17
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Unglück bei Abtransport abgegebener Granaten

Freetown - Bei der Explosion einer Kiste mit Mörser-Granaten in Sierra Leone sind nach Angaben der Vereinten Nationen fünf UNO-Friedenssoldaten aus Sambia getötet worden. Wie die UNO am Sonntag mitteilte, ereignete sich der Vorfall am Samstag im Osten des Landes. Eine Gruppe von UNO-Soldaten habe die Kiste transportiert, in der die von Rebellen abgegebenen Granaten aufbewahrt worden seien. 13 weitere Friedenssoldaten seien verletzt worden, drei davon schwer. Es habe sich offenbar um einen Unglücksfall gehandelt, sagte eine UNO-Sprecherin. Einige der Granaten seien bereits alt gewesen.

Die UNO hat in dem westafrikanischen Land mit mehr als 14.000 Soldaten ihre größte Friedenstruppe aufgestellt. Die Soldaten sollen ein Ende des Bürgerkrieges herbeiführen. Zu ihren Aufgaben gehört unter anderem die Entwaffnung der Rebellen der Vereinigten Revolutionären Front, die mehr als zehn Jahre gegen die Regierung gekämpft hatte. Die UNO hatte am Freitag mitgeteilt, die Entwaffnung sei weitgehend abgeschlossen. Mehr als 42.000 Kämpfer hätten ihre Waffen abgegeben. (APA/Reuters)

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