"kino.kino" von "Ja/Nein" bis "Carmen"

9. Jänner 2002, 18:00
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"Home Stories" am 10. Jänner im Filmcasino

Wien - Als Hommage an das Kino an sich präsentiert sich die 27. Ausgabe der vom Wiener Filmverleih Sixpack organisierten österreichischen Filmreihe "Home Stories" am 10. Jänner im Wiener Filmcasino. Unter dem Motto "kino.kino" werden sechs selbstreflexive Kurzfilme vorwiegend österreichischer RegisseurInnen aus dem Zeitraum von 1968 bis 1999 gezeigt, die mitunter auf humorvolle Weise den Rahmen des Mediums zu sprengen scheinen.

So macht Ernst Schmidts Streifen "Ja/Nein" (1968) den Projektionist zum Akteur: Während verschiedene Phasen des Öffnens und Schließens eines Leinwandvorhangs zu sehen sind, muss der Vorführer den realen Vorgang möglichst genau mit dem projizierten zur Deckung bringen. Auch Morgan Fishers "Projection Instructions" (USA, 1976) rücken den Vorführer in die Rolle eines interpretativen Künstlers.

Herwig Reisers "Entree" (1999) ist eine Reflexion auf die Verschmelzung von Zuschauer und Bildwelt im hochtechnisierten Kino, die Materialgrundlage des Videos sind grobkörnige Aufnahmen aus dem Parc d'image in Poitiers (Frankreich). Fridolin Schönwieses "Cosmodrom" (1995) kreist um eine sich drehende Erdkugel - das Verleihzeichen des Filmstudios Universal - und damit die Verbindung von Kino und Kosmos.

Kurt Kren hat für "30/73 Coop Cinema Amsterdam" (1973) über eine Zeitspanne von drei Wochen den Vorführraum des Coop Cinema vor, während und nach den Vorstellungen in Einzelbildern und Zeitaufnahmen abgelichtet. Und in Anja Salomonowitz' Porträt "Carmen" (1999) vergleicht die Protagonistin, das "Mädchen für Alles" des Wiener Schikaneder Kinos, ihre geliebte Wirkungsstätte "mit einer Person, ohne die man eben nicht mehr leben kann". (APA)

"Home Stories 27",

österreichische Filme und Videos zum Thema "Unterwegs",
10. Jänner 2002,
22.00 Uhr

Filmcasino
Wien 5.,
Margaretenstraße 78,
Karten unter Tel.
01-587-90-62

WEB-TIPP:

"kino.kino"
@
sixpackfilm.com

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