Traumwetter brachte Schnee, Sonne, Stau

7. Jänner 2002, 12:42
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Bischofshofen wurde zum Staumittelpunkt

Salzburg/Wien/München - Schon vor dem Wochenende wurde Sorge zu ihnen geäußert, jetzt nach dem Wochenende wissen wir, dass sie - zuverlässig aufgetreten sind: die Verkehrsprobleme. Nicht nur wegen des An- und Rückreiseverkehrs durch Urlauber und Tagesskigäste. Dazu kam die Neugier, ob Sven Hannawald auch den vierten Sprung bei der Vierschanzentournee mit Bestnote hinlegen würde. Er tat es mit Bravour. Dafür nahmen seine Fans den Stau um Bischofshofen in Kauf. So wurde die Skiregion endgültig zum deutsch-österreichischen Staumittelpunkt am Ende der Weihnachsferien.

Nicht angepasste Geschwindigkeit und zu geringer Sicherheitsabstand sorgten schon am Samstag im dichten Reiseverkehr für 17 Unfälle auf West- und Tauernautobahn. Insgesamt 40 Fahrzeuge waren an den Kollisionen beteiligt. Verletzt wurde niemand, es gab erhebliche Sachschäden.

Aufgrund der Dichte des Verkehrs bei Salzburg - bis zu 2980 Fahrzeuge pro Stunde - kam es zu ausgedehnten Stauungen, die sich dennoch rasch auflösten.

Aus Vorarlberg meldete der ÖAMTC zeitweise Verkehrsstillstand von der Rheintalautobahn (A14) vor den Tunnels bei Bregenz und Feldkirch Richtung Arlberg. In Tirol hatte sich auf der Inntalautobahn (A12) vor der Ausfahrt Kufstein Süd Richtung Innsbruck durch den Zustrom der Skifahrer in den Raum Söll ein Stau gebildet, der bis auf bayrisches Gebiet zurückreichte. In Bayern selbst ging es auf der Autobahnverbindung Rosenheim Richtung Kufstein auf etwa 25 Kilometer Länge nur im Schritttempo vorwärts. (APA, aw/DER STANDARD, Print- Ausgabe, 07. 01. 2002)

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