Wie Pressesprecher ihre Chefs verkaufen: Conny Zoppoth

7. Jänner 2002, 11:45
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Sprecherin des SP-Vorsitzenden

Conny Zoppoth sagt, Alfred Gusenbauer nehme ihr einige Arbeit ab, da er selbst für die Medien immer erreichbar sei.

Sie rede ihm nur bei der Umsetzung der inhaltlichen Schwerpunkte drein. Am Image des Parteichefs habe sie "noch nie gedreht", behauptet Zoppoth. Professionelle Kommunikations- oder Stylingberater kämen beim SPÖ-Chef nicht zum Zug. "Wir holen uns Tipps, aber keine Rundumbetreuung." Als nach Gusenbauers Bestellung zum Parteichef die Diskussion über seine rote Ledertasche aufflammte, beharrte Zoppoth darauf, die Linie beizubehalten und sich ja nicht von Kritik beeinflussen zu lassen.

"Man nimmt einem Politiker nichts mehr ab, wenn er nicht authentisch ist." Die Reaktion der ehemaligen Schlögl-Sprecherin auf Debatten à la "Neue Frisur, Brille weg, müssen Politiker schön sein?": "Das ignorieren wir einfach. Frühere Politiker, auch aus unseren Reihen, waren einfach überberaten." (völ/DER STANDARD, Print- Ausgabe, 07. 01. 2002)

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