Wie Pressesprecher ihre Chefs verkaufen: Andrea Krametter

7. Jänner 2002, 11:45
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Sprecherin der Vizekanzlerin

In der FPÖ könne jeder Mitarbeiter am Meinungsprozess teilnehmen und sich einbringen. Das gelte auch für die Zusammenarbeit mit Susanne Riess-Passer, sagt Andrea Krametter, die durch Jörg Haiders Schule gegangen ist. Sie sieht ihre Aufgabe darin, "ein gut funktionierendes Bindeglied zwischen Journalisten und der Chefin zu sein".

Diese sei ein "absoluter Medienprofi", meint Krametter, "sie kommt auch sehr gut rüber". Auch wenn es immer wieder Situationen gebe, in denen sie sich wünschte, sie wären anders verlaufen. Von Stylingberatung hält Krametter wenig. "Das Echte wird leichter angenommen als das Gekünstelte, das wirkt nicht glaubwürdig." Außerdem: "Meine Chefin hat einen sehr guten Geschmack." Wichtiger als Styling sei es, den Journalisten Inhalte zu vermitteln. "Oft wird sehr schnell und aufgeregt berichtet oder kommentiert, das greift zu kurz." Daher bemühe sie sich, so Krametter, auch den sachlichen Hintergrund einer Geschichte nahe zu bringen: "Möglichst rechtzeitig." (völ/DER STANDARD, Print- Ausgabe, 07. 01. 2002)

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