Wie Pressesprecher ihre Chefs verkaufen: Heidi Glück

7. Jänner 2002, 11:44
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Sprecherin des Bundeskanzlers

Wenn nomen est omen, dann hat Bundeskanzler Wolfgang Schüssel (VP) mit der ehemaligen Sprecherin von Bildungsministerin Elisabeth Gehrer einen Glücksgriff getan: Heidi Glück heißt seine "zweite Stimme". Gefragt nach dem "Verkaufsrezept" für ihren Chef, lacht sie: "Das ist mein Geheimnis. Man berät ihn einfach."

Nicht Sakkofarbe oder Krawattenmuster sind Objekte des Glückschen Politikermarketings: "Was ihm steht, weiß der Kanzler selbst am besten." Sie sieht sich als Kommunikatorin von Themen, für die sie sich die richtigen Verkaufsorte (Medien) überlegt. Das Image eines Politikers umschreibt sie als "Summe der öffentlichen Präsentationen. Man kann Dinge verstärken, aber Überinszenierungen kommen nicht an." Fehlinszenierungen noch weniger. Keine Kamera entgeht ihr. Ein Boot als Motiv würde ihr nicht passieren: "Irgendwo käme ,sitzt im wackeligen Boot' oder ,droht zu kentern'". Das Porschefoto mit Haider am Steuer ist "glücklos" entstanden. (nim/DER STANDARD, Print- Ausgabe, 07. 01. 2002)

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