"Frau Merkel als Bundespräsidentin wäre optimal"

8. Jänner 2002, 13:15
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CDU-Führungskreise wollen Chefin angeblich als Rau-Nachfolgerin - Stoiber setzt auf einvernehmliche Entscheidung

Kreuth - CSU-Chef Edmund Stoiber hält weiter an einer einvernehmlichen Entscheidung über die Kanzlerkandidatur mit der CDU- Vorsitzenden Angela Merkel fest. "Alles andere wäre sicherlich nicht der optimale Einstieg in eine erfolgreiche Auseinandersetzung mit Rot-Grün", sagte Stoiber am Dienstag im oberbayerischen Wildbad Kreuth. Der Ministerpräsident warnte davor, die Personalfragen überzubewerten. Für die Union müsse es jetzt darum gehen, ihr Sympathie-Potenzial bei den Wählern auszuschöpfen.

Führende Unionspolitiker wollen nach einer Meldung der Berliner "B.Z." Angela Merkel als Kandidatin für das Bundespräsidentenamt aufbauen. Das Blatt berichtete am Dienstag, Merkel solle von sich aus auf die Kanzlerkandidatur verzichten und stattdessen Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin werden. "Frau Merkel als Bundespräsidentin wäre optimal", zitiert es einen CSU-Politiker. Sie würde "nicht zuletzt auf Grund ihrer Herkunft die gesamte Nation mit Sachkenntnis und Sensibilität repräsentieren." Auch aus der Fraktionsführung werden vergleichbare Stimmen zitiert. (APA/AP/dpa)

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