Blair setzt Vermittlungen im Kaschmir-Konflikt fort

7. Jänner 2002, 14:00
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Nach Gesprächen in Indien nun Besuch in Pakistan geplant

Neu-Delhi - Mit einem Besuch in Islamabad in Pakistan will der britische Premier Tony Blair am Montag seine Vermittlungsbemühungen im Kaschmir-Konflikt fortsetzen. Zuvor hatte Blair am Sonntag mit dem indischen Regierungschef Atal Behari Vajpayee konferiert. Blair hatte nach dem Treffen mit Vajpayee gesagt, er habe den Eindruck gewonnen, dass Indien im Prinzip zu einem "tiefergehenden Dialog" mit Pakistan bereit sei. Voraussetzung sei jedoch, dass Pakistan konsequent gegen Extremisten vorgehe. Blair will im Streit zwischen Pakistan und Indien auf seiner Vermittlungsreise mäßigend auf die beiden Atomwaffenstaaten einwirken, die bereits zwei Mal Krieg um die Himalaya-Region Kaschmir geführt haben.

Die beiden Staaten haben derzeit an ihrer gemeinsamen Grenze die größten Truppenaufgebote seit 15 Jahren zusammengezogen. Indien wirft Pakistan vor, radikal-moslemische Gruppen zu unterstützen, die für eine Loslösung Kaschmirs von Indien kämpfen. Die Spannungen haben sich seit dem Anschlag auf das indische Bundesparlament Mitte Dezember verstärkt, hinter dem Indien Rebellen aus dem pakistanischen Teil Kaschmirs vermutet. (APA/Reuters)

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