Islamistenführer in Bangladesch verlangt Zerstörung von Skulpturen

6. Jänner 2002, 13:49
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sprach ein islamisches Urteil gegen Statuen aus

Dhaka - Der prominente Moslem-Fundamentalist Delwar Hussain Saidee hat die Zerstörung aller weltlichen Skulpturen in Bangladesch verlangt.

Sie seien gegen den Islam, sagte Saidee nach Angaben der Regionalzeitung "Ittefaq" vom Sonntag. Saidee sprach eine "Fatwa" (islamisches Urteil) gegen Statuen aus, sagte jedoch, hinduistische, buddhistische und christliche Skulpturen in Tempeln und Kirchen würden nicht zerstört. Saidee ist Mitglied der Jamaat-i-Islami, die zur Koalition von Regierungschefin Khaleda Zia gehört.

Im vergangenen Jahr hatten in Afghanistan die damals noch herrschenden Taliban zahlreiche Kunstwerke, darunter die monumentalen Buddha-Statuen von Bamian, zerstört. Auch die Taliban lehnten Abbilder von Lebewesen als unislamisch ab und verboten sogar Fotos und Fernsehen. (APA/dpa)

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