Singapur: Festnahmen aufgrund geplanter Terroraktionen

5. Jänner 2002, 11:53
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15 Personen sollen mit El Kaida kollaborieren

Singapur/Kuala Lumpur - Die Polizei in Singapur hat im Dezember 15 Personen unter dem Vorwurf festgenommen, Anschläge in dem Stadtstaat geplant zu haben. Wie das Innenministerium am Samstag mitteilte, wurden mehrere der Festgenommenen in afghanischen Trainingslagern des Terrornetzwerks El Kaida ausgebildet. Den Angaben zufolge wurden in Wohnungen und Büros der Betreffenden manipulierte Personalausweise, Anleitungen zur Herstellung von Bomben sowie Fotos und Videoaufnahmen möglicher Anschlagsziele entdeckt.

Die 15 Personen wurden zwischen dem 9. und dem 24. Dezember gemäß einem Gesetz festgenommen, dass den Behörden erlaubt, Verdächtige ohne Anklage unbegrenzte Zeit zu inhaftieren. Bei den Festgenommenen handelt es sich den Angaben zufolge um 14 Bürger von Singapur und einen Malaysier. Mindestens 13 von ihnen sollen der Organisation "Jeemah Islamiah" angehören.

Die malaysische Polizei nahm seit dem 9. Dezember nach eigenen Angaben 13 Personen fest. Ministerpräsident Mahathir Mohamad sagte am Samstag vor Journalisten in Kuala Lumpur, die Regierung werde gegen alle Extremisten vorgehen, die Kontakte zu El Kaida unterhielten.

Die Behörden prüfen nach eigenen Angaben, ob es Beziehungen zwischen einigen der Festgenommenen und Zacarias Moussaoui gibt, der in den USA wegen der Anschläge vom 11. September unter Anklage steht. Moussaoui und zwei der Flugzeugentführer vom 11. September besuchten nach US-Angaben Malaysia im Jahr 2000.(APA/AP)

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