Nie mit "voller Bemalung" ins Bett

18. Jänner 2002, 09:47
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Auch nach dem rauschendsten Fest oder einer berauschenden Nacht sollte Make-Up nicht im Kopfkissen landen.

Egal, wie lange die Nacht oder wie rauschend der Ball war, Pflegeprofis halten sich daran: Nie mit "voller Bemalung" ins Bett gehen! Wer sich nicht die Mühe macht, Maquillage gründlich zu entfernen, riskiert verstopfte Poren, Unreinheiten und abgebrochene Wimpern. Welche Methode die richtige ist, hängt vom Hauttyp ab.

Normale und Mischhaut

- ölig in der T-Zone (Stirn, Nase und Kinn), eher trocken an den übrigen Partien - braucht Reinigungsmittel, die keine Feuchtigkeit entziehen. Reinigungsmilch oder so genannte Syndets, deren pH-Wert jenem der Haut entspricht, sind sinnvoll. Gut verträglich sind sanfte Gele und leichte Reinigungsschäume, aber auch rückfettende Seifen. So werden Make-up und Puder optimal entfernt. Anschließend sollte eine milde, alkoholfreie Lotion für Erfrischung sorgen, abgestorbene Hautschüppchen entfernen und den Teint rosig leuchten lassen. Feuchtigkeitsspendende Pflege nicht vergessen! Auch die fettigere T-Zone sollte nicht anders behandelt werden, sonst trocknet sie aus.

Trockene, sensible und reife Haut

schminkt man am besten mit einer reichhaltigen Reinigungscreme ab, die mit Wasser oder einem Papiertuch abgenommen wird. Für alle, die nicht auf das saubere "Waschgefühl" verzichten möchten, gibt es stark rückfettende Gel-Cremes wie Waschöle oder Waschbalsam. Ölhaltige, alkoholfreie Lotionen und eine feuchtigkeitsanreichernde Tages- sowie ein fettreiche Nachtpflege runden das Programm ab.

Bei fettiger und unreiner Haut

sind antibakterielle Reinigungsgele und Einmal-Waschtücher bzw. Syndets angesagt. Danach empfiehlt sich eine leicht alkoholische Lotion. Ein Balsam oder ein feuchtigkeitsspendendes Fluid, das schnell einzieht, genügen als Tages- und Nachtpflege. Denn dieser Typ produziert mehr Talg, der sich als dünne Schicht auf der Haut absetzt.

Übrigens: Auch wenn sich Menschen mit fetter Haut manchmal über glänzende Gesichtspartien ärgern, sie haben gegenüber Zeitgenossen mit trockener Haut einen entscheidenden Vorteil: Die Zeichen der Hautalterung treten bei ihnen viel später zu Tage.

Grundsätzlich gilt bei der Reinigung das selbe wie bei der Hautpflege: Weniger ist mehr. Wer zu viel schrubbt, tut sich nichts Gutes. Das Ziel heißt: den Film aus Schmutz, toten Hautzellen, Talg, Schweiß und Make-up gründlich zu entfernen. Wasser allein genügt aber nicht, um die fetten Bestandteile, Maquillage und Schmutzpartikel aus der Luft von der Haut abzuwaschen.
(apa/red)

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