Der Sternenhimmel im Jänner

7. Jänner 2002, 20:13
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Die Nächte werden kürzer - und trotz Kälte lohnt sich die Sternbeobachtung

Im Jänner wächst die Dauer der lichten Tage wieder merklich, für Wien von 8h 26' auf 9h 28'. Die Dauer der Dämmerung dagegen sinkt von 1h 54' auf 1h 48'. Am 20. um 702 MEZ erreicht die Sonne aus Sicht der Erde den Anfang des Tierkreiszwölftels Wassermann.

Am 6. erreicht der Mond sein Letztes Viertel und am 11. können wir ihn tief in der Morgendämmerung zwischen SO und SSO als feine Altlichtsichel letztmals vor dem Neumond am 13. sehen. Die zarte Neulichtsichel mit der matten Ergänzung zur vollen Scheibe zeigt sich wieder tief in der Abenddämmerung am 15. im SW nahe Merkur. Beim Mars steht er am 18. und erreicht am 21. das Erste Viertel. Am 24. finden wir ihn nahe Saturn und am 26. nahe Jupiter. Vollmond ist am 28. Merkur kann bis 20. tief in der Abenddämmerung zwischen SW und WSW gefunden werden, am günstigsten um den 14. gegen 1715, rund 6° hoch und etwas weniger hell als der oberste Gürtelstern im Orion. Venus ist unsichtbar. Mars finden wir abends auffällig rot hoch zwischen SSW und SW; deutlich ist seine Planetenbewegung, pro Woche etwa 4 Zentimeter in Armweite betrachtet, zu erkennen! Jupiter strahlt abends vorerst niedrig und später höher zwischen ONO und OSO und Saturn steht abends hoch zwischen O und SO. (DER STANDARD, Print-Ausgabe, 5./6. 1. 2002)

Von Hermann Mucke

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