China unterstützt Pakistan im Konflikt mit Indien

4. Jänner 2002, 20:34
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USA überlegen Einsetzung von Sondervermittler

Kathmandu/Washington - Im Konflikt mit Indien kann Pakistan nach Regierungsangaben auf die Unterstützung Chinas zählen. Ministerpräsident Zhu Rongji habe dem pakistanischen Militärmachthaber Pervez Musharraf die "grundsätzliche und dauerhafte" Unterstützung Chinas zugesagt, teilte die pakistanische Regierung am Freitag in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu am Rande des Südasiengipfels mit. Demnach betrachtet Peking Islamabad als "sehr zuverlässigen und engen Freund", hinter dem Peking "immer stehen" werde.

Die USA erwägen unterdessen nach Angaben von Außenminister Colin Powell eine Vermittlung im indisch-pakistanischen Konflikt. Gegenüber dem britischen Rundfunksender BBC sagte Powell, er beabsichtige die Ernennung eines Sondergesandten, um eine Konfrontation zwischen den beiden Atommächten Indien und Pakistan zu verhindern. Eine Entscheidung werde er in der kommenden Woche nach dem Gipfel in Nepal treffen.

An der Konferenz von sieben südasiatischen Staaten, die am Samstag mit eintägiger Verspätung beginnt, nehmen auch der indische Ministerpräsident Atal Bihari Vajpayee und der pakistanische Präsident Pervez Musharraf teil. Powell sagte, die USA hätten großes Interesse, dass sich die Lage zwischen Indien und Pakistan wieder stabilisiere. Auch der britische Premierminister Tony Blair will zwischen den beiden verfeindeten Staaten vermitteln. (APA/AP)

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