Fischler fordert Rücktritt Weingartners

5. Jänner 2002, 18:03
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van Staa will Entscheidung

Innsbruck - Der Tiroler VP-Parteiobmann Herwig van Staa hat auf die Aussagen von EU-Kommissar Franz Fischler zustimmend reagiert. Van Staa forderte in der Hypo-Frage eine Entscheidung. Erweise sich die Regierung nicht als handlungsfähig, stehe die Gefahr von Neuwahlen ins Haus, so der VP-Parteiobmann gegenüber ORF Radio Tirol am Samstag.

Er stehe der Meinung von AK-Chef Fritz Dinkhauser, Handelskammerpräsident Hansjörg Jäger und EU-Kommissar Fischler nach vorgezogenen Neuwahlen nicht ablehnend gegenüber, erklärte van Staa im Interview mit Radio Tirol. Es handle sich bei allen drei Persönlichkeiten um sehr erfahrene Politiker, und deswegen werde man sich sehr ernsthaft mit deren Gedanken auseinander setzten müssen. Er erblicke darin nicht primär eine Unterstützung seiner Person, sondern die Sorge um das Land und die Notwendigkeit, dass eben der Parteiobmann der größten Partei möglichst rasch auch die Regierungsfunktion übernehmen sollte, so van Staa wörtlich.

Der Tiroler Landeshauptmann Wendelin Weingartner reagierte auf die Aussagen von EU-Kommissar Franz Fischler gelassen. "Keinen Grund" sieht Weingartner, sich an der Debatte über Neuwahlen zu beteiligen, hatte es Freitagabend aus dem Büro des Landeshauptmannes auf Anfrage der APA geheißen. Er treffe sich aber mit Fischler darin, dass die richtige Strategie Tirols an der Nord-Süd-Ausrichtung orientiert sein müsse, so Weingartner. Dies entspreche seiner Sicht, auch was die Hypo Tirol Bank anbelange. Das aktuelle Problem sei, dass aus personalpolitischen Interessen eine für die Zukunft Tirols richtige Entscheidung verhindert worden sei. (APA)

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