Schneemangel könnte zu Wasserknappheit in Südtirol führen

4. Jänner 2002, 17:13
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Schmelzwasser gespeiste Wasserquellen könnten austrocknen

Bozen - Der derzeitige Schneemangel in Südtirol könnte zu erheblicher Wasserknappheit in Südtirol führen. Durch den trockenen Winter werden im Frühjahr enorme Probleme befürchtet. Das teilte das Südtiroler Landesassessorat für Umwelt am Freitag mit. Die Bevölkerung wurde aufgerufen, Trinkwasser zu sparen.

Einige Wasserquellen, die im Frühjahr durch Schmelzwasser gespeist werden, könnten austrocknen. Vor allem in den Gebieten unteres Eisacktal, am Ritten, rund um Jenesien und Mölten würden die Bewohner die Trockenheit spüren. Darüber hinaus könnte das Trinkwasser knapp werden, erklärte Wilfried Rauter, Direktor des Amtes für Gewässerschutz.

Wasser sparen

Auch Umweltlandesrat Michl Laimer bat die Bevölkerung, einige Tipps zu befolgen. Bereits kleine Einsparungen in jedem Haushalt könnten wesentlich zum Umweltschutz beitragen. Beispielsweise solle nie unter laufendem Wasser abspült werden. Auch sei zu beachten, dass bei einem Vollbad rund fünf Mal so viel Wasser und Energie wie beim Duschen verbraucht werde. Tropfende Wasserhähne sollten sofort repariert werden, da sonst sehr schnell hunderte Liter Trinkwasser überflüssig verloren gehen würden.

"Jeder Bürger muss sich einfach bewusst sein, dass unser Trinkwasser nur begrenzt vorhanden ist", betonte Laimer. Außerdem wies er darauf hin, dass das Betreiben der künstlichen Beschneiungsanlagen nichts mit der Trinkwasserknappheit zu tun habe. Das Wasser für die Anlagen stamme nicht aus der Trinkwasserversorgung. Der Verbrauch für die Beschneiungsanlagen liege weit unter dem Trinkwasserverbrauch in Südtirol. (APA)

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