Fries erreicht Sperrminorität bei Böhler Uddeholm

4. Jänner 2002, 16:23
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Private Investorengruppe um Badener Rechtsanwalt weitet ihr Engagement weiter aus

Wien - Die Investoren rund um den Rechtsanwalt Rudolf Fries aus Baden bei Wien haben durch weitere Aktienzukäufe die Sperrminorität von 25,1 Prozent am österreichischen Edelstahlerzeuger Böhler Uddeholm erreicht. Das bestätigte Fries dem Standard.

Die Sperrminorität ermöglicht es einem Aktionär, auf der Hauptversammlung wichtige Entscheidungen, wie etwa eine Kapitalerhöhung, zu verhindern. Böhler steht zu 25 Prozent im Eigentum der Verstaatlichtenholding ÖIAG, 50 Prozent befinden sich in Streubesitz, 25 Prozent besitzen nun die Techno-Holding sowie andere Gesellschaften im Umfeld von Fries. Zu den Investoren zählen unter anderem auch Constantia-Chef Karl Petrikovics sowie die Familie Hable.

Mehrheitliche Übernahme

Über seine weiteren Pläne mit Böhler wollte Fries "derzeit nicht sprechen". Das Interesse an einer mehrheitlichen Übernahme - sollte sich die ÖIAG von ihren Anteilen trennen - gilt aber als sicher. Bereits im September hatte Fries gegenüber dem Standard die Richtung seines Engagements angedeutet: "Wir wollen dem Konzern Eigenkapital zur Verfügung stellen und nicht kurzfristig abkassieren", sagte er.

Holding-Sprecher Ernst Hable hat ebenfalls unterstrichen, die Anteile langfristig behalten zu wollen. "Das Unternehmen ist gut geführt und garantiert eine interessante Dividendenrendite." (Michael Moravec, DER STANDARD, Printausgabe 5.1.2002)

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