Euro-Euphorie an Devisenmärkten dauerte nur einen Tag

4. Jänner 2002, 15:16
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Gemeinschaftswährung wieder unter 90 US-Cent

Frankfurt - Die Euro-Euphorie an den Devisenmärkten hat nur einen Tag gedauert. Die Gemeinschaftswährung sackte am Freitag erneut ab, nachdem sie am Donnerstagabend bereits unter 0,90 Dollar gerutscht war. Gegen Mittag lag der Euro-Kurs bei 0,8963 Dollar. Analysten nannten als Gründe Gewinnmitnahmen, aber auch die Enttäuschung der Devisenmärkte, dass die Europäische Zentralbank am Donnerstag keinerlei Hinweis auf eine mögliche Zinssenkung gegeben habe, könnte eine Rolle gespielt haben.

Nachdem die Euphorie über den gelungenen Euro-Start den Eurokurs am ersten Handelstag beflügelt hatte, gehe man jetzt wieder zum Tagesgeschäft über, meinte ein Volkswirt. Auch Gewinnmitnahmen dürften eine Rolle spielen.

Bis zur Jahresmitte sollte der Euro aber bei 95 US-Cent liegen, sind Experten optimistisch. Als Grund wurde unter anderem genannt, dass das Wirtschaftswachstum in Europa zunächst höher ausfallen dürfte als in USA. Hinzukomme die psychologische Seite: Wenn der Euro - wie sich jetzt andeute - zum Erfolg werden sollte, könnten internationale Anleger stärker in die Gemeinschaftswährung investieren. Bisher habe es eine gewisse Skepsis gegeben, ob das Projekt klappen werde wie geplant. (APA)

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