Tourismus: Euro-Umstellung bisher ohne größere Probleme

4. Jänner 2002, 14:18
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Mehr bargeldlose Zahlungen - Gäste bezahlen mehrheitlich in Euro - Rossmann fordert Zwei-Euro-Schein

Wien - Die österreichische Tourismusbranche hat die Euro-Bargeldeinführung bis jetzt ohne größere Probleme überstanden. "Die Umstellung ist relativ problemlos und überraschend gut gelaufen. Es hat weniger Komplikationen gegeben als erwartet", sagte der Syndikus der Tourismussektion der Wirtschaftskammer Österreich, Michael Raffling, am Freitag. Bezahlt gemacht habe sich dabei vor allem die große Erfahrung der Branche mit Fremdwährungen.

"Wechselstube"

Die neue Währung werde von den Tourismusmitarbeitern "voll akzeptiert" und "ohne Murren entgegengenommen", auch wenn Kellner derzeit zumeist zwei Brieftaschen - eine mit Schilling bzw. Fremdwährungen wie DM oder Lire und eine mit Euro - schleppen müssten, berichtete Raffling. Abgesehen von Einzelfällen, in denen entweder der Gast verwirrt oder Tourismusbeschäftigte in Stresssituationen seien, laufe die Umstellung sogar besser als erwartet. Tourismusbetriebe werden - wie erwartet - derzeit häufig als Wechselstuben benutzt, betonte Raffling. Die Gäste würden bereits jetzt mehrheitlich in Euro bezahlen, auch wenn es hie und da noch Urlauber gebe, die ihre Schilling-Restbestände loswerden wollten. Auch die Tourismusmitarbeiter seien dazu angehalten, das Wechselgeld ausschließlich in Euro auszubezahlen.

Bargeldlose Zahlungen gestiegen

Im Zuge der Euro-Umstellung seien auch die bargeldlosen Zahlungen im Tourismus erwartungsgemäß gestiegen, bemerkte Raffling. Auch kleinere Tourismusbetriebe würden nach zahlreichen Schulungen und der Senkung der Disagiosätze im Vorjahr jetzt - im Unterschied zu früher - Kreditkarten akzeptieren. Bisher seien die österreichischen Tourismusbetriebe im EU-Vergleich bei der Akzeptanz von Kreditkarten am untersten Ende gelegen, heuer werde man ins Mittelfeld vorrücken, schätzt Raffling.

Rossmann fordert Zwei-Euro-Geldschein statt Münze

Tourismus-Staatssekretärin Mares Rossmann (F) hat unterdessen die Einführung eines 2 Euro-Geldscheins statt der Münze gefordert. Die derzeitigen Einheiten der Euro-Geldscheine würden im Handel und in der Gastronomie ein Problem darstellen, es gebe einen Bedarf an kleineren Euro-Geldscheinen, betonte Rossmann in einer Pressemitteilung. (APA)

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