Waffenschmuggel: Arafat unter Druck

5. Jänner 2002, 16:31
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Israel will direkte Beteiligung der Autonomiebehörde nachweisen

Jerusalem - Die israelische Regierung hat die Botschafter und Konsule im Land zur Begutachtung der auf einem Schiff im Roten Meer entdeckten Waffen in den Badeort Eilat in den Süden des Landes eingeladen. Die Regierung plane eine weltweite Kampagne, um eine Beteiligung der Palästinensischen Autonomiebehörde an dem Schmuggel zu beweisen, berichtete der israelische Rundfunk am Samstag weiter.

Palästinenserpräsident Yasser Arafat sagte dem US-Nahostvermittler Anthony Zinni am Freitag eine Untersuchung des Vorfalls zu, ihm sei aber nichts über den Waffenschmuggel bekannt.

Die israelischen Streitkräfte hatten am Freitag berichtet, in der Nacht zu Donnerstag rund 500 Kilometer vor der israelischen Küste ein Schiff mit 50 Tonnen Waffen an Bord aufgebracht zu haben. Die Ladung sei für die Palästinensergebiete bestimmt gewesen. Ein großer Teil der Schiffsbesatzung gehöre der palästinensischen Polizei an. Die Waffen sollen überwiegend aus dem Iran stammen. Das Außenministerium in Teheran bestritt aber eine Beteiligung des Landes an der Lieferung.(APA/dpa)

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