Klasnic präsentiert Schwerpunkte für 2002

4. Jänner 2002, 13:30
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Gesundheit, Kinder und Wirtschaftsraum "Südost" im Vordergrund - Kooperationsangebot an designierten neuen SP-Chef

Graz - Die drei Themen Zukunftsregion Südost, ProjektKinderleben und Gesunde Steiermark nannte Landeshauptmann WaltraudKlasnic (VP) in ihrer Neujahrspressekonferenz am Freitag in Graz alsSchwerpunkte für die Arbeit im Jahr 2002. Sie wünsche sich außerdemwieder ein verstärktes Miteinander mit den Sozialdemokraten unterderen designierten neuem Vorsitzenden Franz Voves. "Dies ist imletzten Jahr nicht ganz so einfach gewesen," so Klasnic. DenOrtstafelzwist in Kärnten wollte Klasnic, die im Vorjahr Kontakte zurslowenischen Volksgruppe in der Südsteiermark geknüpft hatte, nichtkommentieren, ihre Prämisse liege "naturgemäß" in der Kooperation mitdem slowenischen Raum um Maribor und Celje.

In der Regierung seien alle Parteien zur Zusammenarbeiteingeladen, richtete Klasnic eine Aufforderung an SP und FP. Mitletzterer sei die VP "in einer koordinierten Kooperation unterwegs".Mit der SP strebe man "letztlich gemeinsame Entscheidungen" mit demjetzigen (LH-Stv. Peter Schachner-Blazizek) und dem kommendenParteivorsitzenden an. Es sei ihr Auftrag, so Klasnic, im Land einenbreitestmöglichen Weg zu suchen und zu vermitteln. Voves sei dazuherzlichst eingeladen, als früherer Mannschaftssportler sei er an einMiteinander ja gewöhnt. Sie selbst habe das Prinzip im Jahre 1996nach ihrer Wahl zum LH verkündet, damals und seither habe es immerwieder Skepsis auch in der eigenen Partei gegeben. Sie sehe das Landaber als eine Familie, da wirke sich Zwist nicht positiv aus.

Kooperation mit denNachbarländern

Zu ihrem Projekt Zukunftsregion meinte Klasnic, darin sei allesüber Wirtschaft und Arbeitsplätze bis hin zur Kooperation mit denNachbarländern und -staaten wie Slowenien und einige ungarischeKomitate enthalten. Mit Befriedigung habe sie festgestellt, dass dieSteiermark als einziges Bundesland ein entsprechendes Netzwerk bisBrüssel aufbaue, um dann mit einem starken Gewicht auftreten zukönnen. Das gemeinsame Programm werde Anfang März im Beisein vonEU-Regionalkommissar Michel Barnier präsentiert. "Erfreulich für dieSteiermark ist die Jobentwicklung. In den vergangenen fünf Jahrenhaben wir bei beim Beschäftigungsvolumen sechs Prozent zulegenkönnen," meinte die Landeshauptfrau. Nun gelte es, ohne Rast zu"gründen, festigen, erweitern".

Die Projekte Kinderleben und Gesunde Steiermark bezeichneteKlasnic als weitere Schwerpunkte der Arbeit in der Legislaturperiode.Ziel sei es unter anderem, die Steiermark zum "kinderfreundlichstenBundesland" zu machen. Dazu zählten auch das Landeskindergeld und derKinderzuschuss. Was die Verbesserung der Infrastruktur betreffe, soende diese nicht mit der Beendigung der Landtagsperiode. Man müssesich neue Finanzierungsmodelle auf Bundesebene überlegen, alsPrioritäten nannte sie den Pyhrn-Bahnausbau Richtung Prag sowie denSemmeringbasistunnel. Dies sei auch Anliegen ihrer Kollegen in denNachbarstaaten. "Wenn's geht, würde ich den Pyhrnbahn noch selbstgern benutzen", so Klasnic. (APA)

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