Klosterfrau Melissengeist

4. Jänner 2002, 11:46
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Das Symbol der drei Nonnen im gotischen Spitzbogen ist eines der bekanntesten Markenzeichen und wurde im Laufe der 175jährigen Geschichte kaum verändert.

Was viele nicht wissen: Hinter diesem Ursprung des Unternehmens verbirgt sich die wahre Geschichte der "Klosterfrau" – Maria Clementine Martin.

"Klosterfrau" – Maria Clementine Martin.

1775 wurde sie als Tochter eines in österreichischen Diensten stehenden Oberst in Brüssel geboren. In den Wirren der Französischen Revolution gab der Vater sie in die Obhut der "Unbeschuhten Carmeliterinnen".

Als angehende Klosterapothekerin lernte sie viele Geheimnisse der Klostermedizin kennen und dabei auch "die Kunst, das ächte Carmeliter- und Melissenwasser zu verfertigen". Geschult und dem Wohlergehen der Menschen verpflichtet, pflegte sie viele Jahre später, 1815, auf dem Schlachtfeld von Waterloo Verwundete beider Parteien unter Einsatz ihres Lebens.

Der preußische König gewährte ihr daraufhin für ihren Mut und ihre Hingabe eine Leibrente auf Lebenszeit. Mit dieser finanziellen Sicherheit erfüllte sie sich endlich ihren Lebenstraum: 1826 gründete sie in Köln ein Unternehmen und begann mit der Herstellung von Melissengeist. Die "Klosterfrau", wie sie allgemein genannt war, wurde eine hoch angesehene Persönlichkeit, bekannt für Nächstenliebe und Mildtätigkeit. (red)

  • Die Klosterfrau Maria Clementine Martin und neben ihr das Logo der Firma Klosterfrau Melissengeist
    foto: klosterfrau

    Die Klosterfrau Maria Clementine Martin und neben ihr das Logo der Firma Klosterfrau Melissengeist

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