Frankreichs Händlern droht das Wechselgeld auszugehen

4. Jänner 2002, 09:30
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Transportunternehmen konnten Einzelhandelsnachfrage nicht bedienen

Paris - Den französischen Einzelhändlern droht nach Angaben des französischen Einzelhandelsverbands das Euro-Wechselgeld auszugehen. Die Geschäfte hätten im Vorfeld der Euro-Bargeldeinführung nicht die erwartete Menge an Münzen und Scheinen bekommen, da die Transportunternehmen die Nachfrage nicht bedienen konnten, sagte der Chef der des Einzelhandelsverbands FCD, Jerome Bedier, am Donnerstag in Paris.

Angesichts der Tatsache, dass die Lebensmitteleinzelhändler weniger als 80 Prozent der angeforderten Euro im Dezember erhalten hätten, seien gemeinsame Anstrengungen von Banken und Sicherheitsunternehmen dringend erforderlich, um die notwendigen Euro-Bestände zu gewährleisten. Das Problem müsse bis zum 5. Jänner gelöst werden, da dieser Tag als erster Samstag seit der Einführung des Euro-Bargeldes ein großer Test für die neue Währung sein werde, sagte Bedier.

Bedier berichtete, dass von den 9.500 französischen Supermärkten bereits 300 bis 400 gezwungen gewesen seien, Kunden bei Barzahlungen mangels Euro-Wechselgeld das Rückgeld in Franc zu geben. Generell seien aber 96 Prozent aller Geschäfte in Frankreich seit dem 1. Jänner in der Lage, in Euro herauszugeben. (APA/Reuters)

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