USA lehnen Verhandlungen über Auslieferung Omars ab

3. Jänner 2002, 23:08
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Washington akzeptiert nur die Auslieferung selbst

Washington - US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld hat sich gegen eine Kampfpause in Afghanistan und Verhandlungen über eine Auslieferung von Taliban-Führer Mullah Mohammad Omar ausgesprochen. Allerdings könnten die USA die afghanischen Taliban-Gegner nicht kontrollieren, sondern nur Ratschläge erteilen, sagte Rumsfeld am Donnerstag vor Journalisten in Washington. Rumsfeld lehnte auch das Angebot eines Taliban-Kommandanten ab, der die Auslieferung Omars von einem Stopp der US-Luftangriffe abhängig machen will. Die USA würden nur seine Auslieferung selbst akzeptieren.

Ein afghanischer Geheimdienstvertreter hatte am Donnerstag erklärt, ein im Süden Afghanistans verschanzter Taliban-Führer wolle bei einem Stopp des US-Bombardements Omar ausliefern. Zudem seien dann bis zu 1.500 Kämpfer der gestürzten radikalislamischen Taliban-Miliz und der El-Kaida-Organisation zur Aufgabe bereit. Im Osten Afghanistans suchen rund 800 afghanische Soldaten zusammen mit US-Elitesoldaten in einer groß angelegten Suchaktion nach Taliban- und El-Kaida-Zellen. (APA)

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