USA begrüßen Rückzug israelischer Armee aus Autonomiegebieten

3. Jänner 2002, 23:06
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Von Israel wird erwartet weitere Maßnahmen zu ergreifen

Washington/Gaza - Die USA haben den Rückzug der israelischen Armee aus Dschenin und einem Stadtteil Ramallahs im besetzten Westjordanland wenige Stunden nach der Ankunft des US- Sondergesandten Anthony Zinni in Nahost begrüßt. Der Rückzug sei ein "positiver Schritt", sagte der Sprecher des US-Außenministeriums, Richard Boucher, am Donnerstag in Washington.

Autonomieregierung

Die USA wünschten, dass Israel weitere Maßnahmen ergreife, um der palästinensischen Bevölkerung das Leben zu erleichtern. Von der Autonomieregierung erwarte Washington weitere Schritte zur Eindämmung der Gewalt. Zinni war am Nachmittag zu einer neuen viertägigen Nahostmission in Tel Aviv eingetroffen.

Mit antiisraelischen Parolen begleiteten im Gazastreifen mehr als 3000 Palästinenser den Trauerzug für drei Jugendliche, die am Sonntag von israelischen Soldaten im Norden des Gazastreifens getötet worden waren. Die beiden 16-Jährigen und ein 15-jähriger Jugendlicher waren von Panzergranaten getroffen worden. Die israelische Armee hatte ihre Leichen vier Tage lang nicht herausgegeben. Der palästinensische Sicherheitschef für den Gazastreifen sprach von einem "schrecklichen Verbrechen". Laut dem Direktor des Krankenhauses in El Shifa, Muawija Abu Hassanein, ergab die Autopsie, dass die Leichen mit Messern geschändet wurden. Ein Sprecher der israelischen Armee wies die Vorwürfe zurück. (APA)

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