Der Stör im Kaspischen Meer ist zu 90 Prozent ausgerottet

3. Jänner 2002, 21:40
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Anrainer-Staaten richten Fangquoten ein - um ein internationales Kaviar-Verbot zu vermeiden

Baku - Um ein internationales Kaviar-Verbot zu vermeiden,haben die sich die Anrainer-Staaten des Kaspischen Meeres aufjährliche Fangquoten geeinigt. Künftig sollten die Bestände des Störsüberwacht und eine Überfischung verhindert werden, sagte einführender Mitarbeiter der Fischereibehörden von Aserbaidschan amDonnerstag. "Zum ersten Mal wurde unter Mitarbeit aller kaspischenStaaten geforscht, sagte Tariel Mamedov vom staatlichen Fischereiamt.

Gutachten und Fangquoten sind Teil eines zwölfmonatigenAktionsplanes, auf den sich die kaspischen Staaten im Sommer aufeiner UN-Konferenz geeinigt hatten, um die abnehmenden Stör-Beständezu retten. Der Plan schloss eine Fangverbot bis Ende 2001 ein.Wilderei und Umweltzerstörung haben den Stör an den Rand derAusrottung getrieben. Der Bestand des kaspischen Beluga-Störs ist inden vergangenen 20 Jahren um etwa 90 Prozent gesunken.

In westlichen Staaten werden bis zu 1.100 Euro für 250 Gramm derFischeier gezahlt. Die UN haben die vier Länder - Aserbaidschan,Russland, Kasachstan und Turkmenistan - dazu ermutigt, die Wildereientschlossener zu bekämpfen und den Fang besser zu kontrollieren. DerIran als fünfter kaspischer Staat wurde von dem Fischereiverbotausgenommen, da er die Stör-Fischerei bereits kontrolliert. (APA/AP)

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