Parteiarbeit für "Zeitadel"

3. Jänner 2002, 19:14
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VP-Initiative: Personalrekrutierung im Argen

Wien - "Die ÖVP muss sich sozialer und ökologischer positionieren als bisher", fordert Christian Mertens, Sprecher der "Initiative Christdemokratie". Für die seit 1999 bestehende Gruppe von Jung-VPlern gibt es dringenden Reformbedarf in der Volkspartei. Knapp vor dem Wirtschaftskongress ihrer Partei in Unterpremstätten am Mittwoch haben sie ihre Vorstellungen neu formuliert.

Zentrales Anliegen der Gruppierung, der unter anderem Caritas-Mitarbeiter bis hin zur Teilen der Mannschaft von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner angehören, ist neben einer Öffnung der VP zu den Grünen auch eine strukturelle Änderung in der Parteiorganisation. So gehöre das bündische System überdacht und neue Modelle entwickelt. Ein weiteres Manko sieht Mertens in der Personalrekrutierung. Diese liege im Argen. Die Parteiarbeit bevorzuge jene, "die viel Zeit haben", also etwa Lehrer oder Kammerfunktionäre". Dies sei der so genannte "Zeitadel".

Die Partei kenne zwar die Thesen der Initiative, bis jetzt sei allerdings kaum etwas umgesetzt worden, räumt Mertens ein. Er hofft auf einen "Sickereffekt". (pm)

(DER STANDARD; Printausgabe; 4.1.2002)
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