Kaspische Staaten wollen Störe schützen

4. Jänner 2002, 17:24
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"Kaviar"-Fische in den letzten zwanzig Jahren um 90 Prozent weniger geworden

Baku - Um eine internationale Kaviar-Verbot zu vermeiden, haben die sich die Anrainer-Staaten des Kaspischen Meeres auf jährliche Fangquoten geeinigt. Künftig sollten die Bestände des Störs überwacht und eine Überfischung verhindert werden, sagte ein führender Mitarbeiter der Fischereibehörden von Aserbaidschan am Donnerstag. "Zum ersten Mal wurde unter Mitarbeit aller kaspischen Staaten geforscht, sagte Tariel Mamedov vom staatlichen Fischereiamt.

Stör-Bestand ist in den vergangenen 20 Jahren um etwa 90 Prozent gesunken

Gutachten und Fangquoten sind Teil eines zwölfmonatigen Aktionsplanes, auf den sich die kaspischen Staaten im Sommer auf einer UN-Konferenz geeinigt hatten, um die abnehmenden Stör-Bestände zu retten. Der Plan schloss eine Fangverbot bis Ende 2001 ein. Wilderei und Umweltzerstörung haben den Stör an den Rand der Ausrottung getrieben. Der Bestand des kaspischen Beluga-Störs ist in den vergangenen 20 Jahren um etwa 90 Prozent gesunken.

Fang soll besser kontrolliert werden

In westlichen Staaten werden bis zu 1.100 Euro für 250 Gramm der Fischeier gezahlt. Die UN haben die vier Länder - Aserbaidschan, Russland, Kasachstan und Turkmenistan - dazu ermutigt, die Wilderei entschlossener zu bekämpfen und den Fang besser zu kontrollieren. Der Iran als fünfter kaspischer Staat wurde von dem Fischereiverbot ausgenommen, da er die Stör-Fischerei bereits kontrolliert. (APA/AP)

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