Kosovo: UNO-Gesandter Guehenno fordert Einigung auf Regierung

3. Jänner 2002, 17:49
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UNO-Resolution 1244 wegen Streits der albanischen Parteien um künftige Machtverteilung bisher verzögert

Pristina - Der Beigeordnete UNO-Generalsekretär fürFriedenssicherung, Jean-Marie Guehenno, hat die Politiker im Kosovozur Einigung auf eine Regierung aufgefordert. Sie sollten nach denWahlen vom 17. November damit beginnen, die Institutionen zurSelbstverwaltung der Provinz aufzubauen, sagte der Franzose Guehennoam Donnerstag in Pristina.

"Ich habe an sie appelliert, Flexibilität zu zeigen und einenKompromiss zu akzeptieren", sagte er vor Journalisten in derHauptstadt der Provinz im Süden Jugoslawiens. Die in derUNO-Resolution 1244 vorgeschriebene Selbstverwaltung des Kosovo wirdwegen eines Streits der albanischen Parteien um die künftigeMachtverteilung in der Regierung verzögert.

Häkkerup abgereist

Guehenno sagte in Pristina weiter, der UNO-Sicherheitsrat werde"bald" einen neuen Sondergesandten für das Kosovo als Chef derUNO-Verwaltung (UNMIK) benennen. Der Däne Hans Häkkerup hatte vor demJahreswechsel überraschend erklärt, er werde seinen Vertrag nichtverlängern. Häkkerup ist bereits aus dem Kosovo abgereist.

Auch die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa(OSZE) hat noch keinen neuen Leiter für ihre Mission im Kosovoeingesetzt, nachdem Daan Everts das Amt aufgegeben hatte. DieUNO-Mission und die OSZE begleiten den Aufbau demokratischerInstitutionen im Kosovo nach dem Krieg. (APA/dpa)

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    Jean-Marie Guehenno

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