Japan hilft Afghanistan im Austausch gegen Waffen

3. Jänner 2002, 16:18
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Für 200 leichte Waffen errichtet Japan eine Schule

Tokio - Japan plant Hilfsprojekte in Afghanistan im Austausch gegen Waffen. Dies sei Teil der Bemühungen Tokios, beim Wiederaufbau des Landes eine führende Rolle zu spielen, berichtete die Nachrichtenagentur Kyodo am Donnerstag unter Berufung auf Regierungskreise. So wolle Japan beispielsweise ein Schule im Gegenzug zur freiwilligen Abgabe von 200 leichten Waffen errichten. Außerdem sei Japan bereit, Geld für den Bau von Brücken und Krankenhäusern bereit zu stellen.

Das Projekt werde durch einen Hilfsfonds in Höhe von 1,2 Milliarden Yen (rund 10,1 Millionen Euro) finanziert, die Japan im nächsten Steuerjahr ab April 2002 "zur Konfliktvorbeugung und Friedenserhaltung" zur Verfügung stellen werde, hieß es. Vom 21. bis 22. Jänner wird Japan Gastgeber eines Ministertreffens in Tokio sein, auf dem der Wiederaufbau Afghanistans diskutiert werden soll. Die großen Geberländer werden voraussichtlich ein Hilfspaket zum Wiederaufbau Afghanistans ankündigen, der nach Schätzungen der Vereinten Nationen und der Weltbank etwa neun Milliarden Euro kosten wird. (APA/Reuters)

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