Erstickungsgefahr bei Geleezuckerwaren

3. Jänner 2002, 17:00
posten

Gesundheitsstaats - Sekretariat hat Beschlagnahme angewiesen

Wien - Vor bestimmten Geleezuckerwaren, den "Jellies", warnte das Gesundheitsministerium heute, Donnerstag, in einer Aussendung. Laut internationalen Berichten könne es beim Aussaugen des Behälters von "Jellies" zu Erstickungserscheinungen kommen. In Kanada und Japan hätten sich derartige Vorfälle schon ereignet, hieß es.

"Mixed Fruit Jelly" und "Lychee Jelly"

Die Geleezuckerwaren mit der Bezeichnung "Mixed fruit Jelly" oder "Lychee Jelly" bestehen aus einem aromatisiertem Kern, umgeben von einer Hülle aus dem Geliermittel Konjak(gummi). Es handelt sich um farblose, gelbliche oder schwach violette durchscheinende Geleezuckerware mit eingebettetem, würfelförmigem Stück, erhältlich in Portionspackungen (ähnlich wie Kaffeeobers).

Beim Aussaugen aus der Verpackung könne es passieren, dass Kinder die Geleewürfel zu weit nach hinten an den Gaumen oder zur Luftröhre bekommen, erklärten Experten des Ministeriums auf Anfrage. Dadurch könnten Erstickungserscheinungen ausgelöst werden.

Nur geringe Mengen im Umlauf

Die Bundesanstalt für Lebensmitteluntersuchung und -forschung in Wien hat die "Jellies" als gesundheitsschädlich beurteilt. Ausdrücklich wurde darauf hingewiesen, dass die Warnung nicht besage, dass die Gesundheitsschädlichkeit der Waren vom Erzeuger/Vertreiber verursacht worden ist. Die Lebensmittelpolizei wurde angewiesen, allfällig noch in Verkehr befindliche Produkte dieser Art zu beschlagnahmen. Nach ersten Informationen dürfte aber nur eine kleine Menge dieser Zuckerwaren in einem Geschäft in Wien in den Handel gelangt sein. (APA)

Share if you care.