Atomstrom: Vier AKW unsicherer als Temelin

3. Jänner 2002, 15:26
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In der Slowakei, Slowenien und Ungarn wird Sicherheit offenbar klein geschrieben

Wien - In den nunmehr vom Strom-Importverbot ausgenommenen EU-Kandidatenländern Slowakei, Slowenien und Ungarn gibt es vier - aus früheren Anti-Atomkraft-Diskussion durchaus bekannte - Atomkraftwerke. Und zwar: Bohunice und Mochovce in der Slowakei, Krsko in Slowenien und Paks in Ungarn. Der Sicherheitsstandard dieser vier AKW ist - laut einer Studie des Ökologie-Instituts - niedriger als jener des von Österreich bekämpften tschechischen AKW Temelin.

Für Tschechien wurde das Atomstrom-Importverbot laut Walter Boltz von der Elektrizitäts-Control GmbH nicht aufgehoben, weil Österreich das Energiekapitel mit diesem Land nicht für abgeschlossen betrachte. Der Grund dafür ist Temelin.

Laut der Studie rangieren Bohunice 1-2 und Bohunice 3-4 in Sachen Sicherheitsbedenken mit 10 bzw. 9 von 13 möglichen Punkten (die z.B. das bulgarische Kosloduj erreicht) unter den gefährlicheren europäischen AKW. Krsko weist acht, Paks sechs Mängel-Punkte auf. Temelin kam im Vergleich dazu in der Beurteilung nach den Risikofaktoren Sicherheit, Alter, Standort und Wartung auf "nur" fünf Punkte, ist also etwas "sicherer".(APA)

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