USA lockern Exportbestimmungen für Hochleistungscomputer

3. Jänner 2002, 20:40
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190.000 Mllionen theoretischer Operationen pro Sekunde als neuer erlaubter Grenzwert

Washington - Die USA lockern die Exportbestimmungen für Hochleistungscomputer und Prozessoren. Präsident Georg Bush hebt den Grenzwert für die so genannten "Tier 3"-Staaten, ab dem Computerexporteure das US-Handelsministerium benachrichtigen müssen und eine Lizenz benötigten, auf 190.000 MTOPS (Mio. theoretischer Operationen pro Sekunde) an. Bisher lag die Grenze für lizenzfreie Exporte in diese Staaten bei 85.000 MTOPS. Für Mikroprozessoren wird die Grenze für genehmigungsfreie Ausfuhren von 6.500 auf 12.000 MTOPS angehoben. Die "Tier 3"-Staatengruppe umfasst unter anderem Russland, China, Indien, Israel, Pakistan und die Volksrepublik China.

Die US-Regierung will damit die Konkurrenzfähigkeit der eigenen Computerindustrie stärken. "Die Reformen werden durch den rapiden technischen Fortschritt in der Computerindustrie nötig", heißt es in der Erklärung des Weißen Hauses. "Computerleistung, die in der Vergangenheit mehrere Mio. Dollar kostete, ist nun in billigen Systemen verfügbar und wird von Unternehmen in der ganzen Welt hergestellt."

Nicht gelockert werden die Exportbestimmungen für Irak, Iran, Libyen, Kuba, Nordkorea, Sudan und Syrien. Die USA wollen mit diesen Regelungen verhindern, dass "Risiko"-Staaten die Rechenleistung für militärischen Zwecke benutzen. Trotzdem konnten die Exportbeschränkungen nicht verhindern, dass Indien und Pakistan Atomwaffen entwickelten und produzierten. (pte)

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