Ein Jahr "Gaudi-Manie" wird eingeläutet

3. Jänner 2002, 20:30
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Barcelona vor einer Serie an Ausstellungen zum 150. Geburtstag

Barcelona/Wien - Anlässlich des 150. Geburtstags deskatalanischen Vorzeige-Architekten und -Designers Antoni Gaudi(1852-1926) wird in Barcelona 2002 das "Gaudi-Jahr" ausgerufen.Zwanzig Ausstellungen sowie Performances, Symposien, Konferenzen undmit dem "Gaudi-Bus" erkundbare Gaudi-Themenwege stehen auf dem Programm. Die spanische Königin Sofia wird am 20. März das"Gaudi-Jahr" offiziell einleiten, wenn sie die Ausstellung "Gaudí.Experiències" im Historischen Museum Barcelona eröffnet.

Austellungen in Serie

Die "Experiències" beschäftigen sich mit den wissenschaftlichenAspekten von Gaudis Werk und seinen noch ein Jahrhundert später alsrevolutionär angesehenen Konstruktionsmethoden, mit denen er zuvorals unmöglich abgetane Bögen und Pfeiler konstruieren konnte.

Weiteregroße Ausstellungen sind Gaudis Lebenswelten gewidmet ("Entorns" imZentrum für Zeitgenössische Kultur, 30. 5. bis 30. 9.), die anhandvon Originaldokumenten und -objekten sowie Nachbildungen zugänglichgemacht werden sollen, sowie eine umfangreiche Schau zu Gaudis Kunstund Design ("Art i disseny", Centre Cultural Caixa Catalunya, 17. 6.bis 24. 9.).

Beleuchtet wird auch die Bedeutung des Industriellen Eusebi Güell,der Gaudis Hauptkunde und Unterstützer war und für den Gaudi mehrereProjekte verwirklichte ("La vida a Palau", Palau Güell), darunterGaudis Umgang mit dem als Gartenstadt geplanten Park Güell ("Gaudí iel Parc Güell" im Porters Pavillon, Güell Park).

Joan Miros 21teiligeGaudi-Serie wird ebenso zu sehen sein (Fundacio Joan Miro, 30. 5. bis30. 7.) wie eine Ausstellung zu Gaudi und Salvador Dali, der denArchitekten früh bewunderte und bei den Surrealisten bekannt machte("Dalí i Gaudí. Gaudí i Dalí", Castell Gala Dali de Pubol, la Pera,15. 3. bis 30. 12.).

Sagradas Star-Status

Das Gaudi-Jahrsoll die Bekanntheit des Architekten und auch seines Geburtsortesfördern sowie Gaudis eigenwillige, zwischen Tradition und Avantgardegelegene Adaption der gotischen und maurischen Formensprache sowieseinen innovativen Umgang mit Materialien, Formen und Farben zeigen.Auch seine technische Weiterentwicklung von Konstruktionsmethodensoll herausgestrichen werden.

Die unvollendete Sagrada Familia-Basilika des am 25. 6. 1852 inReus geborenen und am 10. 6. 1926 in Barcelona verstorbenen Gaudi isteine der meistbesuchten Sehenswürdigkeiten Barcelonas. Der zuLebzeiten umstrittene Gaudi schuf vor allem inKatalonien im Nordosten Spaniens zahlreiche repräsentative Gebäudeund Objekte der spanischen Ausformung des Jugendstils. (APA)

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