CEZ-Zuschlag wird erst am neunten Jänner entschieden

3. Jänner 2002, 13:21
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Interessenten sollen bis siebten Jänner neue Preisofferte vorliegen

Prag - Die tschechische Regierung will ihre Entscheidung über den künftigen Eigentümer des Tschechischen Energiekonzerns (CEZ) offenbar nicht wie ursprünglich geplant am Montag, den 7. Jänner, sondern erst am Mittwoch, den 9. Jänner, entscheiden. Dies verlautete am heutigen Donnerstag in Prag, obwohl das Programm der nächsten Sitzung des Kabinetts noch nicht veröffentlicht worden ist.

Der Termin 7. Jänner gelte für die Abgabe der neuen Preisangebote seitens der Interessenten um das Zweidrittel-Paket von CEZ und von sechs Strom-Distributionsfirmen. An diesem Tag (7. Jänner) sollte auch die Privatisierungskommission der Regierung eine Empfehlung geben, hieß es am Donnerstag in Prag weiter.

Aufschiebung möglich

Ob nächste Woche der Zuschlag erteilt wird, bleibt aber weiter unsicher. Der Industrie- und Handelsminister Miroslav Gregr hat in den vergangenen Tagen wiederholt angedeutet, dass man bereit sei, das Auswahlverfahren aufzuheben und die CEZ-Privatisierung auf eine spätere Zeit zu verschieben, falls die Interessenten den Bedingungen und Forderungen des Staates nicht entsprächen. Damit ist vor allem der Mindestpreis von 200 Mrd. Kronen (6,35 Mrd. Euro) gemeint, den das Kabinett als Mindestgebot festgelegt hat.

Die Regierung hatte sich mit der CEZ-Privatisierung schon am 17. Dezember befasst, schließlich aber keine Entscheidung getroffen, da sie mit den Angeboten der Interessenten unzufrieden war. Zur Teilnahme an der 2. Runde des Auswahlverfahrens wurden Electricite de France (EdF) und die italienische Gesellschaft Enel aufgefordert. (APA)

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