Italien: Schlägereien am Bankschalter

3. Jänner 2002, 13:31
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Euro-Umstellung erhitzt die Gemüter

Rom - Die Umstellungen, die die Einführung des Euro-Bargelds mit sich bringt, erhitzt die Gemüter der stark eurofreundlichen Italiener. Die Polizei musste am Mittwoch in mehreren Bank- und Postfilialen in Rom und Neapel eingreifen, in denen es wegen langen Warteschlangen zu Schlägereien gekommen war. Chaotische Zustände wurden in der Vesuvstadt gemeldet, wo Hunderte von Pensionisten bei den Postämtern auf die Auszahlung ihrer Pensionen warteten, die erstmals in Euro-Scheine erfolgt.

Vor allem lange Wartezeiten führten zu turbulenten Auseinandersetzungen mit den Angestellten. In Neapel kam es kurz vor der Sperrungszeit sogar zu Schlägereien als die Postbeamten Hunderte von Personen auffordern musste, sich am Donnerstag wieder anzustellen. Viele Rentner verlangten außerdem die Zahlung ihrer Pensionen wie gewohnt in Lire, was zu heftigen Diskussionen mit den Beamten führte.

Zu ähnlichen Auseinandersetzungen kam es auch in Rom. Die Angestellte einer Filiale im Zentrum der "Ewigen Stadt" mussten die Polizei zur Hilfe rufen, nachdem sich einige Kunden am späten Nachmittag nach einer mehrstündigen Wartezeit geweigert hatten, die Bank zu verlassen. Die verärgerten Kunden wollten Scheckbücher in Euro haben. (APA)

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