Kälte in den USA treibt Rohölpreis nach oben

3. Jänner 2002, 18:25
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Opec startet Umsetzung der Kürzungspläne

New York - Die kalte Witterung im Nordosten der USA und die vereinbarte Drosselung der Opec-Förderung haben den Ölpreis am Mittwoch nach oben getrieben. Ein Fass der europäischen Leitsorte Brent verteuerte sich in London um 1,10 Dollar auf 20,99 Dollar pro Fass (je 159 Liter). Auch in den USA stieg der Rohölpreis deutlich.

Diesmal dürfte es Saudi-Arabien und auch den anderen Mitgliedern des Förderkartells sehr ernst sein, die geplanten Kürzungen auch in die Tat umzusetzen. So haben die Saudis, der weltgrößte Erdölexporteur, europäische und asiatische Großkunden bereits über fünf bis zehn Prozentpunkte niedrigere Exportzuteilungen im Jänner informiert. Händler werteten dies als erstes Signal für die Umsetzung der vereinbarten Kürzungen der Rohölkontingente.

Preisstützende Witterung

Preisstützend habe sich auch die Witterung ausgewirkt, sagen Insider. Die unterdurchschnittlichen Temperaturen im Nordosten der USA würden in den kommenden sechs bis zehn Tagen anhalten, haben die Wetterfrösche vorhergesagt.

Die Opec hatte am Freitag zur Stabilisierung des Ölpreises eine Senkung der Förderung ab Jänner um 1,5 Millionen Barrel täglich für die Dauer von sechs Monaten beschlossen. Der Opec gehören elf Länder an. Fünf Staaten, die nicht der Opec angehören, haben bereits eine Senkung ihrer Fördermengen um 462.500 Barrel täglich zugesagt. Das sind Russland, Mexiko, Norwegen, der Oman und Angola. (Reuters)

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