Jännersturm fegte über Ostösterreich

3. Jänner 2002, 07:12
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Spitzen von 100 km/h

Wien - Der erste Jännersturm fegte diesmal bereits am 2. des Jahres über Ostösterreich: In Wien und Eisenstadt wurden Mittwochfrüh Böen mit bis zu 100 Stundenkilometern gemessen. Der Spitzenwert kam wieder einmal vom Sonnblick: Dort war die Windsbraut mit 160 km/h unterwegs.

75 Feuerwehreinsätze in Wien

Und unterwegs war in der Folge auch die Wiener Feuerwehr: Von 7.30 bis etwa elf Uhr wurden rund 75 Einsätze wegen Sturmschäden registriert. In der Währinger Hofstattgasse etwa riss der Wind ein Baugerüst aus seiner Verankerung, das sich dann an ein anderes Haus "anlehnte". Mehrere geparkte Autos wurden von herabfallenden Trümmern beschädigt.

In der Wiedner Hauptstraße deckte der Sturm ein Dach teilweise ab und riss mehrere Rauchfänge um. Die Bewohner dürfen bis zur Sanierung nicht mehr heizen; zur Überbrückung wurde eine Ersatzheizung versprochen. Und in den nächsten Tagen soll es wieder deutlich kälter werden. Für Freitag werden die vorerst tiefsten Temperaturen erwartet - das Thermometer könnte auf bis zu minus 13 bis minus 20 Grad sinken.

Sturmschäden

Was herabfallende Trümmer betrifft: Sturmschäden an Autos und einspurigen Fahrzeugen werden meist nur von der Kaskoversicherung gedeckt, erinnert der Arbö. Wird ein Wagen von einem Ast beschädigt, so haftet niemand, weil das Ereignis auf höherer Gewalt beruht. Nur wenn der Baum offensichtlich morsch war, könnte der Liegenschaftsbesitzer haftbar gemacht werden. Ähnlich muss auch bei herabstürzenden Dachteilen dem Hausbesitzer erst ein schuldhaftes Verhalten nachgewiesen werden.

Weiters können Sturmböen vor allem auf Brücken, in Unterführungen, Tunnelausfahrten und Ausfahrten aus Waldschneisen fahrende Fahrzeuge gleich ein paar Meter weit ausheben, warnt der Arbö. Das beste vorsorgliche Gegenmittel: die Geschwindigkeit reduzieren. (APA, frei, DER STANDARD Print-Ausgabe 3.Jänner.2002)

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