Euro-Gegner gehen in London auf die Straße

2. Jänner 2002, 20:24
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Konserativer Abgeordneter: "Ende der Demokratie in Euro-Zone"

London - Etwa 150 Personen haben am Mittwoch in London gegen den Euro demonstriert. Bei frostigen Temperaturen zogen sie vor die Bank von England und zeigten Transparente mit der Aufschrift "Kein Euro: Bewahrt unser Pfund". Außerdem verteilten sie Todesanzeigen, in denen das Ende der Unabhängigkeit der zwölf Euro-Länder beklagt wurde. Der konservative Abgeordnete Teddy Taylor sprach von einem traurigen Tag für Europa. Die zwölf Länder, die den Euro eingeführt hätten, hätten damit ihrer Demokratie zerstört.

Großbritannien ist neben Schweden und Dänemark das einzige EU-Mitglied, das sich nicht dem Euro angeschlossen hat. Die Regierung von Premierminister Tony Blair hatte angekündigt, dass sie erst für den Euro bereit sei, wenn bindende wirtschaftliche Standards erfüllt seien. Das britische Volk solle aber in jedem Fall selbst in einem Referendum das letzte Wort haben. (APA)

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