Nepalesische Armee tötet sieben maoistische Rebellen

3. Jänner 2002, 10:01
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38 Festnahmen - Bombenanschlag der Maoisten

Kathmandu - Vor Beginn des internationalen Gipfeltreffens in der nepalesischen Hauptstadt Kathmandu am Freitag haben Soldaten sieben maoistische Rebellen erschossen. Wie das Verteidigungsministerium Nepals am Mittwoch weiter bekanntgab, wurden zudem bei einem Bombenanschlag der Rebellen im westnepalesischen Bezirk Kalikot zwei Kinder getötet. Die Rebellen kämpfen gegen die konstitutionelle Monarchie Nepals und wollen eine kommunistische Einparteien-Republik.

Die sieben Rebellen seien bei verschiedenen Armeeeinsätzen im Land erschossen worden, teilte das Verteidigungsministerium mit. Zudem seien 38 Kämpfer verhaftet worden. Bei den Festnahmen seien zudem große Mengen an Waffen und Munition sichergestellt worden.

Von Freitag an treffen sich Regierungschefs der Region in Kathmandu zu einem Gipfel der süd-asiatischen Vereinigung für regionale Zusammenarbeit (SAARG). Außer Indien und Pakistan sind auch Bangladesch, Bhutan, die Malediven und Sri Lanka vertreten. Die maoistischen Gruppen haben in Nepal 1996 mit einer Revolution begonnen. Seither sind mehr als 2000 Menschen getötet worden. Mehr als 450 kamen dabei allein in den vergangenen zwei Monaten ums Leben. Rebellen hatten mehrere Armeeposten angriffen und die Regierung daraufhin den Ausnahmezustand ausgerufen. (APA/Reuters)

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