Zahl der Toten des Hungerstreiks in der Türkei steigt auf 43

2. Jänner 2002, 16:47
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Staatsanwaltschaft fordert rasches Verbot von Kurdenpartei

Istanbul - Bei dem Hungerstreik türkischer Gefangenerist der 43. Häftling gestorben. Der 32-Jährige erlag nach 265 Tagenim Krankenhaus von Izmir im Westen des Landes den Folgen derNahrungsverweigerung, wie die türkische Menschenrechtsverein IHDmitteilte. Der Anhänger einer Kommunisten-Organisation hatte seit1996 auf seinen Gerichtsprozess gewartet. Seit Oktober 2000beteiligen sich hunderte Häftlinge und ihre Angehörigen an demHungerstreik gegen die geplante Einführung kleinerer Zellen.

Der türkische Generalstaatsanwalt Sabih Kanadoglu forderteunterdessen die rasche Aufnahme des Verbotsverfahrens gegen dieKurdenpartei HADEP. Der Fortbestand der Partei gefährde die Einheitder Türkei, sagte er der Nachrichtenagentur Anadolu. DieStaatsanwaltschaft hatte im Januar 1999 vor dem Verfassungsgerichteinen Verbotsantrag gegen die HADEP eingereicht. Zur Begründung hießes, sie werde von der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK)gelenkt. Die HADEP tritt für eine friedliche Lösung desKurdenkonflikts ein, in dem seit 1984 bereits rund 36.500 Menschengetötet wurden. (APA/AP)

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