Terrorverdächtiger Moussaoui verweigert Aussage

2. Jänner 2002, 16:09
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Richterin wertet Äußerung als "nicht schuldig"

Alexandria - Der wegen der Anschläge vom 11. September in den USA angeklagte Zacarias Moussaoui hat bei seiner ersten Vorführung vor ein Gericht die Aussage verweigert. "Im Namen Allahs habe ich nichts zu bekennen", erklärte Moussaoui vor dem Gericht in Alexandria (US-Staat Virginia). Richterin Leonie Brinkema wertete diese Aussage als "nicht schuldig". Moussaoui schwieg dazu.

Der aus Marokko stammende französische Staatsbürger wird von den US-Behörden verdächtigt, in die Anschläge vom 11. September verwickelt gewesen zu sein. Er muss sich in sechs Anklagepunkten verantworten, darunter der gemeinschaftlichen Verschwörung zum Mord an Tausenden Menschen. Auf vier der sechs Anklagepunkte steht als Höchststrafe der Tod.

Der erste Gerichtstermin am Mittwoch in Alexandria diente der Verlesung der Anklage. Den Beginn des eigentlichen Verfahrens setzte die Richterin für den 14. Oktober fest. Moussaoui war bereits im August, also bereits vor den Anschlägen, im US-Staat Minnesota festgenommen worden. Eine Flugschule hatte Verdacht geschöpft, weil der 33-jährige Mann eine Flugausbildung bestritt, sich aber nur für das Fliegen, nicht aber für Start und Landen interessiert hatte. (APA/AP/Reuters)

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