Erste Banküberfälle nach der Euroeinführung

2. Jänner 2002, 16:20
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In Spanien, Griechenland und Deutschland schlugen Täter am frühesten zu

Hamburg - Kurz nach der Einführung des neuen Bargeldes sind im Euro-Land die ersten Banken überfallen worden. Zu den ersten Tatorten gehörte eine Bankfiliale im mittelspanischen Dorf Fuentesauco bei Zamora. Zwei bewaffnete Täter überwältigten in der Silvesternacht den einzigen Mitarbeiter und erbeuteten aus dem Tresor 91.300 Euro (1,256 Mill. S). Auch in Griechenland schlugen Räuber zu: Zwei vermummte Männer überfielen am Mittwoch in Athen eine Postsparkasse und brausten mit 78.000 Euro (1,073 Mill. S) auf einem Motorrad davon.

Eine Kreissparkasse im schleswig-holsteinischen Pinneberg in Deutschland war schon wenige Stunden vor dem Jahreswechsel überfallen worden, der Täter entkam mit mehreren zehntausend Euro und Hartgeld in Mark. Zu den ersten Geschäften, die im neuen Jahr ausgeraubt wurden, zählten ein Supermarkt in Bochum und eine Postagentur im hessischen Frankenthal. In beiden Fällen wurden die Kriminellen noch nicht geschnappt.

Kuriose Überfälle wurden aus Brandenburg gemeldet: In Friedersdorf stahlen Unbekannte einen Kontoauszugsdrucker aus einer Bank. Weil sie nach kurzer Verfolgungsjagd der Polizei entkamen, blieb ihr Motiv zunächst unklar. Am 28. Dezember hatten Maskierte in einem Supermarkt in Wünsdorf die neue Währung verschmäht. Sie entwendeten nur Mark und ließen die schon für den Jahreswechsel gelagerten Euro zurück.(APA/dpa)

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